Aktualisiert am 30. September 2022

Seit einiger Zeit boomen eigene Webseiten wieder, denn in den letzten Jahren hat sich mehrmals gezeigt, wie gefährlich es ist, ausschließlich auf die großen Social-Media Plattformen zu setzten, um Informationen zu seinen Produkten und Inhalten zu vermitteln.

Zu häufig haben sich diese Plattformen als unzuverlässig herausgestellt, wenn es darum geht, dauerhaft bei potentiellen Kundinnen und Kunden präsent zu sein. Um zuverlässig in der Timeline von Facebook zu erscheinen muss man mittlerweile Werbung schalten. Ähnlich sieht es bei Instagram aus, das außerdem versucht, alle dazu zu bringen nur noch Video zu produzieren.

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Social-Media-Aktivitäten sind sicher ein sinnvoller Teil einer Marketingstrategie. Eine eigene Webseite ist hingegen unverzichtbar.

Du willst eine eigene Homepage erstellen? Hier findest du den Schritt-für-Schritt Leitfaden.

Schritt 1: Welche Art von Website benötigst du?

Bevor du startest, solltest du überlegen, welche Art von Website du überhaupt benötigst denn davon hängen alle weiteren Entscheidungen ab. Zu unterscheiden ist zwischen zwei Arten von Webseiten.

Einfache Website:

Eine einfache Website hat nur wenige Seiten und der Inhalt dieser Seiten ändert sich selten.

Eine einfache Website ist beispielsweise für folgende Fälle geeignet:

  • Eigene Referenzen präsentieren (Freelancer, für Bewerbungen etc.)
  • Restaurant (Bilder, Öffnungszeiten, Anfahrt, Speisekarte)
  • Handwerksunternehmen (Dienstleistungen auflisten, Kontaktmöglichkeiten)
  • Ärzte/Anwälte/Steuerberater (Vorstellung der Dienstleistungen, Kontaktmöglichkeiten)
  • Vereine (Vorstellung Tätigkeiten und Erfolge, Vorstellung wichtiger Personen, informieren über Aktivitäten)

Eine einfache Webseite eignet sich besonders für Unternehmen, die ihr eigentliches Produkt offline anbieten, sich und ihre Produkte aber online vorstellen möchten. Das schafft Vertrauen bei potenziellen Kundinnen und Kunden und reduziert die erste Hürde für eine Kontaktaufnahme.

Eine einfache Webseite ist weitgehend statisch. Die Inhalte ändern sich nur selten, es gibt keine Kommentarfunktion, es werden keine Werbeplätze vermarktet, Besucher können keine Accounts anlegen und es wird nichts direkt auf der Homepage zu Kauf angeboten.

Die Vorteile einer einfachen Webseite sind:

  • Günstig im Betrieb (in der Regel das günstigste Paket der Anbieter ausreichend, keine teuren Plugins und Zusatzsoftware notwendig).
  • Wenig Aufwand bei der Wartung (z.B. keine Plugins und Zusatzsoftware die regelmäßig aktualisiert werden müssen).

Komplexe Website

Eine komplexe Website ist dynamisch, kann also ihren Inhalt im laufenden Betrieb ändern. Das ermöglicht beispielsweise eine Suchfunktion auf der Webseite, das Schreiben von Kommentaren, Vermarkten von Werbeplätzen und vieles mehr.

Komplexe Webseiten sind daher vor allem für Unternehmen geeignet, die ihre Produkte online anbieten, bzw. wenn die Website selbst das Produkt ist.

Eine komplexe Website ist beispielsweise für folgende Fälle geeignet:

  • Blogs, auf denen regelmäßig neue Beiträge erscheinen
  • Magazine und Newsseiten
  • Wenn Interaktivität wichtig ist (Kommentare oder Umfragen)
  • Wenn es einen Mitglieder- oder Kundenbereich geben soll
  • Onlineshops mit Warenkorb und Bezahlmöglichkeit

Entscheidung einfache oder komplexe Website

Das Wissen, welche Art von Internetseite du erstellen willst, ist wichtig für die Wahl des Anbieters bzw. des Pakets.

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Alle Daten und Unterlagen immer dabei. Mit Microsoft Office (Word, Excel, Powerpoint) produktiv arbeiten
  • Für eine einfache Seite reicht in der Regel das günstigste Paket eines Anbieters
  • Eine einfache Seite benötigt nur wenige MB Speicherplatz.
  • Beschränkung des Traffics und Bandbreite bei einfachen Seiten kein Problem, da nur wenig Daten übertragen werden.
  • Umzugsmöglichkeit zu einem anderen Anbieter bei einer einfachen Homepage eher unwichtig, da die Seite im Notfall bei einem anderen Anbieter schnell neu gebaut werden kann.
  • Ein Hostingpaket für eine komplexe Website muss eine Datenbank und PHP für dynamische Elemente unterstützen.
  • Eine komplexe Website kann schnell mehrere Gigabyte Speicherplatz benötigen.
  • Pakete für komplexe Webseiten sollten möglichst unlimitierte Bandbreite und Traffic bieten.
  • Bei komplexen Seiten die Möglichkeit zum Upgrade des Pakets, wenn die Seite sehr erfolgreich wird.
  • In komplexen Webseiten steckt meist viel Arbeit. Daher muss der Umzug zu einem anderen Anbieter möglich sein, da die Website nicht einfach neu gebaut werden kann.

Für eine professionelle Webseite solltest du außerdem auf folgendes achten:

  • Du solltest eine eigene Domain (dein-name.de). Subdomains der Anbieter (dein-name.anbieter.de) wirken unprofessionell.
  • Der Anbieter muss eine SSL-Verschlüsselung anbieten, also die Webseite über https:// erreichbar ist.
  • Der Anbieter darf keine Werbung auf deiner Seite einbinden (ansonsten in ein höherpreisiges und werbefreies Paket wechseln).

Schritt 2: Homepage-Baukasten oder WordPress

Nun, da du weißt, welche Art von Website du erstellen möchtest, musst du festlegen, mit welchen Tools du deine Website erstellst. Grundsätzlich gibt es dafür vier Möglichkeiten, geordnet nach Komplexität. Während Homepage-Baukästen die einfachste Möglichkeit zur Website-Erstellung sind, ist die Programmierung die komplizierteste.

  • Homepage-Baukasten
  • Offline WYSIWYG Website-Editor
  • WordPress
  • Website von null an programmieren

Homepage Baukästen

Homepage-Baukästen werden von den Hosting-Anbietern zur Verfügung gestellt und funktionieren im Browser, sodass du keine Software installieren musst. Sie sind mit Abstand die einsteigerfreundlichste Methode, um eine Website zu erstellen, haben allerdings auf eine Reihe von Nachteilen.

Bekannte Anbieter, die sich auf Website Baukästen konzentrieren sind:

  • Jimdo
  • Wix
  • Squarespace
  • Weebly

Aber auch viele klassische Webhoster bieten mittlerweile Homepage-Baukästen an. Beispielsweise folgende Hoster:

  • Ionos
  • Strato
  • Webgo
  • Webhostone
  • und viele mehr

Homepage-Baukästen eignen sich sowohl für eine einfache, als auch für eine komplexe Website. Abhängig von den Funktionen, die der Anbieter zur Verfügung stellt.

Mit einem Homepage-Baukasten kommst du schnell zum Ziel. Die Tools laufen direkt im Browser, sodass du keine zusätzliche Software installieren musst. Außerdem sind sie anfängerfreundlich gestaltet. Die Bedienung erfolgt mit Maus und Tastatur direkt auf der Oberfläche der Website. So kannst du direkt sehen, wie sich deine Änderungen auf der Webseite auswirken. Nach der Freischaltung des Pakets kannst du sofort starten. Mit einem Website-Baukasten kannst du noch heute eine schicke Webseite online bringen.

Gegenüber der Nutzung von WordPress haben Website-Baukästen aber auch Nachteile. So bist du auf die Funktionen beschränkt, die der Anbieter zur Verfügung stellt. Eine Erweiterung mit Zusatzsoftware und Plugins ist nicht möglich. Wenn du beispielsweise eine Landkarte in deine Webseite einbinden willst und der Anbieter bietet diese Option nicht an, dann kannst du eben keine Karte einbinden.

Obendrein bist du weitgehend an den Anbieter gebunden. Zwar bieten die meisten irgendeine Form von Exportmöglichkeit an, das Übertragen deiner Webseite zu einem anderen Anbieter ist aber nicht möglich. Bei einer großen Website mit vielen Inhalten ist ein Umzug daher mit sehr viel Arbeit verbunden.

Und ein Umzug kann in vielen Fällen sinnvoll sein. Beispielsweise weil die Preise des aktuellen Anbieters nicht mehr attraktiv sind, weil Funktionen fehlen oder weil die Leistung bzw. Geschwindigkeit der Webseite mangelhaft ist.

Ich würde daher in folgenden Fällen zu einem Homepage-Baukasten raten:

  • Wenn du schnell (noch heute) eine Website online bringen willst/musst und keine WordPress Erfahrung hast.
  • Du eine einfache Website erstellen willst.
  • Du dich absolut nicht mit der Technik auseinandersetzen willst.
  • Es dich nicht stört, dich an einen Anbieter zu binden.
  • Die angebotenen Funktionen für dich ausreichend sind.

Ich würde von einem Homepage-Baukasten abraten, wenn du:

  • einen Blog oder ein Magazin betreiben willst, wo sich im Laufe der Jahre hunderte Beiträge ansammeln werden
  • Du unsicher bist, ob dir die angebotenen Funktionen in Zukunft ausreichen
  • Du die uneingeschränkte Kontrolle über deine Daten und deine Inhalte haben willst.

Offline WYSIWYG Website-Editoren

Ein Offline WYSIWYG Website-Editor wird als Programm auf deinem Computer installiert. WYSIWYG steht für „what you see is what you get“ und bedeutet, dass du nicht am Code der Webseite arbeiten musst, sondern direkt in einer grafischen Oberfläche das bearbeitest, was man später auch beim Aufruf der Website sieht. Die Website wird dann offline auf dem PC designt, anschließend erstellt das Programm HTML-Dateien, die manuell zum Hoster übertragen werden müssen. Beispiele für solche Tools sind Bluegriffon, Adobe Dreamweaver oder Mobirise.

In diesem Beitrag betrachte ich Offline Website-Editoren nicht weiter, da sie meiner Meinung nach nur für sehr wenige Einsatzzwecke ideal sind.

Vorteile Offline-HTML-Editor

  • Website kann offline auf dem eigenen Computer erstellt werden.
  • Wenn HTML-Kenntnisse vorhanden sind, können die erstellten Seiten im Quellcode beliebig angepasst werden.
  • Website-Daten liegen auf dem eigenen Computer vor und können jederzeit zu beliebigem Anbieter hochgeladen werden. Probleme beim Umzug sind kein Thema.
  • Erstellt HTML-Dateien. Wenig Belastung auf dem Server, optimale Websitegeschwindigkeit

Nachteile Offline-HTML-Editor

  • Nur statische, keine komplexen Webseiten möglich
  • Trotzdem Hosting Kenntnisse wie bei komplexer Website notwendig (Webhoster notwendig, FTP Upload usw.)
  • Binden oft Inhalte von Drittanbietern (z.B. Google Fonts) ein, was zu Datenschutzproblemen führen kann. Für Anpassungen sind HTML-Kenntnisse notwendig.

WordPress

WordPress ist ein Open-Source CMS (Content Management System), das kostenlos genutzt und mit nahezu jedem Webhoster verwendet werden kann. Ich bin ein großer Fan der Software und auch projektnotizen.de läuft mit WordPress.

Rund um WordPress hat sich ein riesiges Ökosystem an Plugins gebildet, mit denen nahezu jede denkbare Zusatzfunktion nachgerüstet werden kann, bis hin zum kompletten Onlineshop. Es gibt eine Vielzahl an Themes, mit denen das Aussehen der Website fast so einfach wie mit einem Homepage-Baukasten gestaltet werden kann.

Ein weiterer und vielleicht der größte Vorteil ist, dass du nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden bist. Eine WordPress Installation kannst du jederzeit komplett, mit allen Inhalten und dem Design zu einem anderen Hosting-Anbieter übertragen. Wenn die Leistung oder Preise deines derzeitigen Anbieters nicht mehr stimmen, kannst du ohne Probleme zu einem anderen wechseln.

WordPress ist einfach zu nutzen und wird komplett in der grafischen Benutzeroberfläche im Webbrowser bedient. Programmierkenntnisse sind nicht notwendig. Wenn jedoch HTML, CSS und/oder PHP-Kenntnisse vorhanden sind, kann jedes noch so kleine Detail der Webseite individuell angepasst werden.

Der Nachteil von WordPress gegenüber einem Website-Baukasten ist, dass du dich selbst um die Installation und das Aktualisieren von WordPress selbst und den Plugins kümmern musst. Zwar lässt sich dies auch automatisieren, jedoch besteht bei einem Update immer auch die (geringe) Gefahr, dass etwas schiefgeht und die Website nicht mehr erreichbar ist. Daher würde ich Updates immer selbst vornehmen. Das bedeutet jedoch, dass du dich regelmäßig auf deiner Webseite einloggen musst, um nachzusehen, ob Aktualisierungen nötig sind.

Eine WordPress Installation ist auch für Anfängerinnen und Anfänger leicht umzusetzen. Meine umfangreiche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Bildern findest du im Beitrag
WordPress installieren – 7 Schritte Anleitung + Bilder

In folgenden Fällen rate ich zur Nutzung von WordPress:

  • Wenn du eine komplexe Webseite mit vielen Inhalten erstellen willst.
  • Wenn du die vollständige Kontrolle über deine Website und Inhalte haben willst.
  • Du noch nicht sicher weißt, welche Funktionen du in Zukunft benötigst. Bei WordPress kannst du fast alles nachrüsten
  • Du nicht bereit bist, dich dauerhaft an einen Anbieter zu binden.
  • Du bereit bist, Installation und Updates selbst zu übernehmen.

In diesen Fällen rate ich von WordPress ab:

  • Wenn du eine einfache Webseite mit wenigen Inhalten erstellen willst.
  • Wenn du schnell (noch heute) eine Website online bringen willst und keine Erfahrung mit WordPress hast.
  • Du dich überhaupt nicht mit der Technik auseinandersetzen willst.

Website selbst programmieren

Diese Möglichkeit soll nur der Vollständigkeit angegeben werden. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit eine Website von null an selbst zu programmieren oder programmieren zu lassen.

Dabei entstehen schnell Kosten in vier- oder fünfstelliger Höhe. Diese Möglichkeit ist daher nur dann geeignet, wenn du ganz spezielle Funktionen benötigst, die sich mit keinem anderen System umsetzen lassen.

Beispielsweise bietet sich das Neuprogrammieren einer Website für Unternehmen mit komplexen Dienstleistungen an, die direkt auf der Website basieren. Beispielsweise Car-Sharing-Unternehmen eine Suchmaschine oder eine Dating-Plattform.

Die Entscheidung für eine Plattform treffen

Aufgrund der genannten Möglichkeiten, sowie Vor- und Nachteile rate ich dazu, eine der folgenden Möglichkeiten zu nutzen, wenn du eine Website erstellen willst.

  • Homepage-Baukasten
  • WordPress

Wenn du eine einfache Website mit wenigen Inhalten erstellen willst, nutze einen Homepage-Baukasten.

Wenn deine Website dein Hauptprodukt oder ein wesentlicher Teil deines Produkts ist, du viele Inhalte erstellst und in Zukunft die Möglichkeit haben willst leicht den Anbieter zu wechseln, dann solltest du dich für eine WordPress Installation entscheiden.

Schritt 4: Kostenlos oder kostenpflichtig

Es gibt sowohl bei Homepage-Baukästen als auf für WordPress Hosting kostenlose Anbieter oder Tarife.

Dieses Kapitel kann ich guten Gewissens kurz machen.

Kostenloses Hosting und kostenlose Tarife sind für eine professionelle Website nicht geeignet.

Gründe dafür sind:

  • Domains sind nicht kostenlos
    Daher bekommt man bei kostenlosen Angeboten nur eine Subdomain in der Form dein-name.anbieter.de. Das sieht billig und unprofessionell aus.
  • Kostenlose Angebote sind oft werbefinanziert
    Fremde Werbung ist auf einer professionellen Homepage nicht akzeptabel.
  • Leistung schnell nicht mehr ausreichend
    In der Regel sind die kostenlosen Angebote eher Lockangebote für die kostenpflichtigen Tarife.
  • Sparpotential gering
    Gute Hostingangebote bekommt man bereits für 5€/Monat. Auch eine gut besuchte Webseite kann man auf einem Hostingpaket für 10€/Monat betreiben. Damit steht das Einsparpotenzial bei den kostenlosen Angeboten in keinem Verhältnis zu den Nachteilen.

Schritt 5: Domain und Projektnamen finden

Den richtigen Namen für dein Projekt zu finden, ist gar nicht so einfach. Schließlich muss dieser im Idealfall eine Reihe von Anforderungen erfüllen.

  • Du musst dich mit dem Namen identifizieren können
  • Der Name muss leicht zu merken sein.
  • Der Name muss leicht auszusprechen sein.
  • Die Schreibweise sollte eindeutig sein.
  • Der Name sollte in Bezug zum Inhalt stehen.
  • Es dürfen keine Markenrechte verletzt werden.
  • Ein passender Domainname muss verfügbar sein.

Du wirst kaum alle Anforderungen erfüllen können und wirst an der einen oder anderen Stelle einen Kompromiss eingehen müssen. Für viele tolle Namen die dir einfallen, wird keine Domain mehr verfügbar sein. Dann kannst du entweder einen Zusatz anhängen, wie tollername-blog.de oder go-myplace.de oder du suchst weiter.

Ganz wichtig ist, dass du keine Markenrechte verletzt. Das bedeutet in erster Linie, dass du keine Markennamen in deiner Domain verwendest. Auch wenn du eine Audi-Fanpage betreibst, solltest du das Wort „Audi“ nicht im Domainnamen verwenden. Zusätzlich solltest du auf der Webseite des Deutschen Patent- und Markenamts eine kostenlose Basisrecherche durchführen. Damit findest du heraus, ob deine Namensidee vielleicht bereits geschützt ist.

Unter Umständen kannst du auch deinen eigenen Namen als Domainname verwenden. Das ist dann sinnvoll, wenn du unter deinem Namen Dienstleistungen anbietest.

Was du zum Thema Projekt- und Domainnamen beachten musst, sowie viele weitere hilfreiche Tipps und Ideen findest du in folgendem Beitrag:
So findest du den perfekten Domain- und Projektnamen.

Ob eine Domain frei ist, kannst du auf der Webseite von jedem Anbieter testen, der Domains anbietet. Beispielsweise auf strato.de, inwx.de oder domainfactory.com.

Paket buchen

Wenn du eine freie und passende Domain gefunden hast, solltest du direkt ein passendes Paket bei einem Anbieter buchen und dir damit die Domain sichern.

Wenn du dich für einen Homepage-Baukasten entschieden hast, buche ein Paket bei einem Baukasten Anbieter wie Jimdo, Wix, Ionos oder einem anderen Anbieter der Wahl.

Wenn du dich für WordPress entschieden hast, buche ein Paket bei einem Webhoster wie webgo, Strato, Ionos, All-Inkl oder einem anderen Anbieter.

Schritt 6: Plane die Struktur deiner Website

Die Struktur der Webseite sollte direkt zu Beginn festgelegt werden, bevor du mit dem Design beginnst. Das bedeutet, du überlegst dir, wie deine Website hierarchisch aufgebaut werden soll. Ein besonders wichtiges Hilfsmittel zur hierarchischen Gliederung einer Website sind Kategorien.

Beim Anlegen von Kategorien solltest du folgendes beachten.

  • So viele Kategorien wie nötig, so wenig wie möglich.
    Zu viele Kategorien machen die Website unübersichtlich und sind ein Hinweis darauf, dass man sich im Vorfeld nicht genug Gedanken über die Struktur gemacht hat.
  • Beiträge gehören nur in eine Kategorie
    Es gibt nichts ärgerlicheres, als wenn man sich auf einer Website durch die Kategorien klickt und immer und immer wieder auf dieselben Beiträge stößt. Das ist schnell frustrierend. Wähle also deine Kategorien weise und ordne jedem Beitrag nur eine Kategorie zu.
  • Definiere die wichtigsten Inhalte
    Diese solltest du zuerst erstellen und immer wieder aktualisieren und erweitern. Zu diesen Stichworten und Themen willst du in den Suchmaschinen gefunden werden. Sie geben den Rahmen für die Unterthemen vor.

Es ist übrigens nichts falsch daran, sich auf den Seiten der Konkurrenz umzuschauen, zu sehen, wie die Webseite dort aufgebaut ist und sich inspirieren zu lassen.

Mir hilft es, eine neue Website stichwortartig und mit einfachen Skizzen auf einem leeren Blatt Papier zu visualisieren. Dort notiere ich auch wichtige Themen, die ich behandeln möchte und ordne diesen provisorische Kategorien zu. Anschließend überprüfe ich, ob sich die Anzahl der Kategorien weiter reduzieren lässt und wie ich die Kategorien sinnvoll benenne.

Mein Tipp: Beschränke dich auf vier klar definierte Oberkategorien in die all die Themen passen. Wenn dies nicht möglich ist, ist das Thema deiner Seite eventuell zu breit gewählt.

Die Bezeichnung der Kategorien sollte möglichst klar erkennen lassen, was sich dahinter verbirgt. Wenn deine Seite und deine Themen wachsen, lege Unterkategorien an.
So bleibt die Website übersichtlich und klar strukturiert.

Schritt 7: Lege statische Seiten an

Über bestimmte Seiten muss jede Website verfügen. Teilweise weil es sinnvoll ist, teilweise, weil es vorgeschrieben ist. Diese solltest du zuerst anlegen. Zum einen, damit du es später nicht vergisst, zum anderen, damit du es hinter dir hast und dich auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren kannst.

Rechtstexte: Für fast alle Seiten vorgeschrieben

Wenn du eine öffentliche Website betreibst, benötigst du ein Impressum und eine Datenschutzerklärung [Beitrag: Datenschutzerklärung & Impressum erstellen. Das musst du wissen]. Ausnahmen von der Impressumspflicht gibt es nur für Seiten, die nicht geschäftsmäßig betrieben werden.

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung

Da es sich um Rechtstexte handelt, solltest du diese nicht selbst formulieren, sondern auf von Juristinnen und Juristen formulierte Texte zurückgreifen, um dich vor Abmahnungen zu schützen.

Mit folgenden Angeboten habe ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht und setze sie selber ein.

Wenn du mehrere Websites betreibst, empfehle ich das Angebot von E-Recht 24. Hier gibt es einen Datenschutz- und Impressumsgenerator, die in der Basisversion kostenlos genutzt werden können.

Ich nutze seit vielen Jahren eine eRecht24-Premium Mitgliedschaft*. Ein Rundum-Sorglos-Paket für Webseitenbetreiber, das unter anderem folgende Features enthält.

  • Rechtstexte für all deine Websites und Social Media Accounts (Impressum, Datenschutzerklärung, E-Mail-Signaturen, Disclaimer, NDA…)
  • Regelmäßige Aktualisierung der Rechtstexte inklusive
  • Webprojekte rechtssicher Schritt-für-Schritt planen mit dem Projekt Planer
  • Cookie-Einwilligungstool
  • Mediathek mit Videotrainings, Muster und Vorlagen, Checklisten, E-Books

Wenn du nur eine Website betreibst ist der Impressum- und Datenschutzgenerator von Rechtsanwalt Dr. jur. Thomas Schwenke (datenschutz-generator.de) eine gute Option.

Für beide Generatoren gibt es eine kostenlose Basisversion. Die uneingeschränkten, kostenpflichtigen Angebote können für eine Einmalzahlung ohne Abo dauerhaft genutzt werden, wobei ein Jahr Aktualisierungen im Preis enthalten sind. Aktualisierungen sind jedoch regelmäßig notwendig, da sich die Rechtssprechung beim Thema Datenschutz laufend ändert bzw. präzisiert. Wenn du mehrere Webseiten betreibst, wird die Nutzung des Angebots jedoch schnell teuer. Insbesondere, wenn jährlich Updates der Texte für alle Webseiten gekauft werden.

Freiwillige, aber sinnvolle statische Seiten

Zusätzlich gibt es eine Reihe von statischen Seiten, die auf den meisten Webseiten sinnvoll sind. Auch diese solltest du direkt zu Beginn erstellen.

  • Über mich Seite
    Hier stellst du dich kurz vor. Ob du hier deine Hobbys, deine privaten Lebensverhältnisse oder ausschließlich deine Berufliche Qualifikation in den Vordergrund stellst hängt vom Thema deiner Webseite ab.
  • Kontaktseite
    Eine Übersicht, wie man dich erreichen kann. Im einfachsten Fall findet sich hier nur ein netter Hinweis und deine E-Mail-Adresse, eventuell auch ein Kontaktformular.
    Zusätzlich kannst du deine Social-Media-Kanäle hier verlinken.

Schritt 8: Gestalte das Erscheinungsbild deiner Website

Das Design deiner Website ist fast genauso wichtig wie der Inhalt. Deine Website sollte dazu einladen, auf ihr zu browsen und die vorhandenen Inhalte zu entdecken, dazu müssen sich die Besucherinnen und Besucher wohlfühlen. Und du natürlich sowieso.

Für ein stimmiges Gesamtbild solltest du dir ein paar Designelemente zurechtlegen, bevor du deine Website mit Inhalten füllst. Im späteren Verlauf solltest du dich auf die Verwendung dieser Designelemente beschränken, damit deine Website ein einheitliches Erscheinungsbild hat.

Bei den folgenden Schritten geht es darum, deine Website zu gestalten.

Farbpalette

Die Wahl der Farben fällt beim Aufruf der Website als erstes ins Auge und ist für ein stimmiges Gesamtbild ein entscheidender Faktor.

Erstelle eine Farbpalette aus mehreren Farben. Bei der Gestaltung deines Logos und deiner Website beschränkst du dich auf die Verwendung dieser Farben.

Lege zwei Hauptfarben fest, die du für die meisten Elemente verwendest (+ Schwarz für Text). Lege zusätzlich drei Unterfarben fest, mit denen du Akzente setzen kannst.

Wenn du dich nicht mit der Farbenlehre und welche Farben zueinander passen auseinandersetzen willst, kannst du einen Generator nutzen, der dir eine Farbpalette zaubert.

Beispiel für eine Farbpalette
Beispiel für eine Farbpalette

Ich finde den kostenlosen Generator von Colormind (colormind.io) sehr empfehlenswert.

  • Lege zuerst in der Mitte deine Lieblings- oder Hauptfarbe fest und fixiere diese mit dem Schloss-Button.
  • Ein Klick auf „Generate“ erstellt eine Palette mit passenden Farben. Wenn dir eine der Farben gefällt, fixiere sie wieder mit dem Schloss.
  • Klicke erneut auf „Generate“ und fixiere weitere Farben mit dem Schloss, bis du eine Farbauswahl für deine Website hast, die dir gefällt.
  • Am besten machst du einen Screenshot der Palette und speicherst diese auf deinem Computer.

Schriftart(en)

Auch die Schriftart ist wichtig für das Erscheinungsbild deiner Website.

Auch hier empfehle ich, dich auf wenige Schriftarten zu beschränken, damit das Erscheinungsbild nicht zu unruhig wird.

Ich empfehle, eine ungewöhnliche oder verspielte Schriftart zu wählen, mit der du Akzente setzt und die du beispielsweise für Überschriften oder dein Logo verwenden kannst.

Ungewöhnliche Schriftarten sind jedoch meist nicht so gut zu lesen. Du tust deinen Besucherinnen und Besuchern einen Gefallen, wenn du Fließtext in einer Schriftart darstellst, die gut zu lesen und nicht verspielt ist. Beispielsweise die Schriftart Open Sans.

Eine Vielzahl an kostenlos nutzbaren Schriftarten findest du auf der Website Google Fonts (https://fonts.google.com/)

Die Schriftarten kannst du herunterladen und auf deinem Computer verwenden.

Wenn du einen Homepage-Generator verwendest, solltest du prüfen, ob die Schriftart dort verfügbar ist. Im Zweifel musst du dich für eine Schriftart entscheiden, die der Generator anbietet.

Viele WordPress-Themes haben Google Fonts bereits eingebaut, sodass du direkt aus einer Vielzahl dieser Schriftarten wählen kannst. Aus Datenschutz-Sicht ist es jedoch problematisch, wenn die Schriftarten direkt vom US-Anbieter Google geladen werden, hier gab es auch bereits Abmahnungen. Achte daher darauf, dass dein WordPress-Theme Google Fonts lokal einbinden kann.

Wenn du sowohl eine Farbpalette als auch eine oder mehrere Schriftarten ausgewählt hast, kannst du dich an die Gestaltung des Logos für deine Seite und dein Projekt machen.

  • Ein einfaches Logo kann aus deinen Initialen bestehen
  • Achte darauf, mit deinem Logo keine Markenrechte zu verletzen. Verzichte am besten komplett auf Symbole bekannter Marken (z.B. Apfel).
  • Du kannst für den Anfang ein provisorisches Logo nutzen, um mit der Gestaltung deiner Website fortfahren zu können. Später, wenn du die Inhalte erstellt hast, kümmerst du dich um das endgültige Logo
  • Verwende für das provisorische Logo einen kostenlosen Generator im Internet. Die niedrige Auflösung der kostenlosen Versionen reicht für den Anfang.
  • Nutze kostenpflichtige Versionen der Generatoren für ein hochwertiges Logo.
  • Ein professionelles Logo kannst du von einem Grafiker oder einer Grafikerin beispielsweise auf den Webseiten 99designs.de oder fiverr.com beauftragen.
  • Du solltest das Logo als Pixelgrafik (PNG) und als Vektorgrafik bekommen, egal ob vom Generator oder Grafiker/-in. Aus der Vektorgrafik kannst du später Logos in beliebiger Größe erstellen, ohne dass diese unscharf werden.

Schritt 9: Fülle deine Seite mit Inhalten

Nun geht es daran, deine Website mit Inhalt zu füllen. Was das ist, hängt natürlich von der Art der Website und deinem Thema ab.

Auf jeden Fall sollte deine Webseite keine halbfertige Baustelle mehr sein, wenn du anfängst diese bekannt zu machen. Sorge also dafür, dass deine Besucherinnen und Besucher interessante Informationen vorfinden.

  • Wenn du ein Blog oder Magazin betreibst, erstelle mindestens 10 Beiträge, bevor du die Seite veröffentlichst.
  • Wenn du ein Offline-Business betreibst, mach Fotos von deinem Büro, deiner Werkstatt und deinen Produkten, die du auf der Homepage einbinden kannst. Das schafft eine Verbindung zu dir und deinem Unternehmen.
  • Mach dir keinen Stress, 80% reichen für den Anfang.
    Qualität ist wichtig, aber verrenne dich nicht im Perfektionismus. Du wirst erst mit der Zeit herausfinden, welche Arten von Inhalten gut ankommen und welche nicht.
  • Halte deine Website aktuell
    Bleib am Ball, nichts ist frustrierender als veraltete Informationen. Das gilt sowohl für Öffnungszeiten oder Speisekarten, als auch für Blogbeiträge und Infoartikel. Denn veraltete Informationen sorgen für Frust und können so verhindern, dass es überhaupt zu einem Besuch oder einer Kontaktaufnahme kommt.

Das Betreiben komplexer Webseiten macht viel Spaß, erfordert aber auch ein gewisses Maß an Disziplin. Früher oder später wirst du vor der Wahl stehen, etwas für deine Website zu schreiben oder eine Serie zu schauen.

Am besten liest du dir den Beitrag Disziplin ist wichtiger als Spaß (doch das ist kein Problem) durch, bevor es so weit ist.

Schritt 10: Mache deine Website bekannt

Wenn deine Website erstellt und mit Inhalten gefüllt ist, geht es im letzten Schritt darum, deine Webseite bekannt zu machen.

Die Methoden dafür unterscheiden sich wieder stark, je nachdem, was für ein Unternehmen du betreibst und welche Personen du ansprechen willst.

Je nachdem, kannst du beispielsweise folgende Methoden nutzen.

  • Schreibe deine Website auf deine Visitenkarten.
  • Drucke Aufkleber mit deiner Domain für dein Auto.
  • Trage dein Unternehmen und deine Website auf Google Maps ein.
  • Schalte Werbung bei Facebook oder Google Adwords.
  • Hinterlege deine Domain bei all deinen Social Media Accounts.
  • Nutze SEO. Optimiere deine Beiträge so, dass sie zu relevanten Suchbegriffen bei Google gefunden werden.

Zum Schluss noch zwei Tipps, für den langfristigen Erfolg deiner Website und dafür, dass auch du langfristig Spaß an der Website hast.

Dranbleiben: Geduld ist wichtig, und der Erfolg wird nicht über Nacht kommen. Es durchaus drei Monate dauern, bis deine Seite überhaupt bei Google rankt. Sei nicht frustriert, sondern bleib am Ball.

Ausprobieren: Ich habe schon viele Blogbeiträge geschrieben, die kaum jemand gelesen hat. Und viele Werbebanner eingebunden, die kaum jemand geklickt hat. Hier hilft nur ausprobieren und lernen.

Wenn etwas nicht klappt, sei nicht enttäuscht. Mache dir stattdessen bewusst, dass du gerade etwas gelernt hast. Nämlich, was nicht funktioniert. Probiere etwas Neues und mit der Zeit kristallisiert sich heraus, was deine Besucherinnen und Besucher lieben und was nicht.


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