Aktualisiert am 22. September 2022

Wenn du gerade überlegst einen eigenen Blog oder eine andere Webseite zu erstellen, dann stellt sich natürlich die Frage, wie du das am besten umsetzt. Hierzu gibt es mittlerweile eine unüberschaubare Anzahl an Anbietern und Möglichkeiten, die gerade für Anfänger und Anfängerinnen eher abschreckend als hilfreich sind. Dieser Beitrag soll daher ein paar grundlegende Fragen zum erstellen einer eigenen Webseite klären.

Welche Möglichkeiten gibt es, einen eigenen Blog zu erstellen?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, eine eigene Webseite oder einen Blog zu betreiben, wobei sich die Kategorien sicher auch noch weiter unterteilen ließen.

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  • Website-/Homepage-Baukästen
  • Webhosting und Blog-Software
  • Eigener Server und Blog-Software

Welche der beiden Optionen für dich die beste ist, hängt vor allem davon ab, wie stark du bereit bist, dich mit der Technik auseinander zu setzen und welche Pläne du mit deinem Projekt hast.

Auf die ersten beiden Punkte gehe ich im Detail ein. Auf den dritten Punkt (eigener Server) nicht. Wer sich überlegt einen eigenen Server zu betreiben, kennt sich mit dem Thema sicherlich bereits ausreichend aus.

Website- oder Homepage-Baukästen. Vor- und Nachteile

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen Baukasten, bei dem du deinen Blog oder deine Webseite recht einfach am Bildschirm aus verschiedenen Elementen zusammenklicken kannst.

Auch als absoluter Anfänger oder Anfängerin kannst du so in kurzer Zeit eine schöne und ansprechende Webseite erstellen, die sowohl am großen Computerbildschirm, als auch auf dem kleinen Smartphone schön aussieht.

Der Nachteil dieser Systeme ist natürlich, dass man auf die Möglichkeiten beschränkt ist, die der Anbieter vorsieht. Individuelle Anpassungen oder Suchmaschinenoptimierung ist dadurch nur eingeschränkt möglich. Das gilt auch für das Thema Datenschutz und Cookie-Zustimmung. Möchte man externe Dienste einbinden, die Einwilligungspflichtig sind, dann ist man auch hier darauf angewiesen, dass der Anbieter des Website-Baukastens hierzu Möglichkeiten bietet.

Ein weiterer Nachteil dieser Systeme ist, dass die Inhalte der Webseite an den Anbieter gebunden sind. Bei einer einfachen Webseite, beispielsweise für ein Restaurant, ist das sicher kein Problem. Wenn du jedoch einen Blog mit vielen umfangreichen Artikeln planst, dann solltest du diesen Punkt berücksichtigen. Teilweise gibt es bei den Anbietern von Website-Baukästen gar keine Möglichkeit die eigenen Inhalte zu exportieren. Teilweise ist die Funktion sehr eingeschränkt und exportiert z.B. nur den Text ohne Bilder. Wenn dein Projekt wächst und dir das Angebot des Baukastens irgendwann zu eingeschränkt ist, wird ein Umzug zu einem anderen Anbieter extrem schwer. Bevor zu eine Webseite mit einem Homepage-Baukasten erstellst, solltest du daher klären, ob und wie du deine Inhalte zu einem anderen Anbieter oder Blogsystem umziehen kannst.

Bekannte Anbieter von Homepage-Baukästen sind beispielsweise Jimdo, wix.com oder Squarespace.

Vorteile Homepagebaukasten:

  • Einsteigerfreundlich, keine technischen Kenntnisse notwendig.
  • Wartung und Updates wird komplett vom Anbieter übernommen.
  • Sehr schnelles Ergebnis, keine umfangreiche Einrichtung nötig.
  • Funktioniert in der Regel auf großen und kleinen Displays sehr gut.

Nachteile von Homepage-Baukästen:

  • Eingeschränkter Funktionsumfang.
  • Lock-In-Effekt. Umzug zu anderen Anbietern und Systemen häufig kaum möglich.
  • Dementsprechend oft auch kein eigenes Backup möglich. Man muss dem Anbieter vertrauen.

Fazit Homepagebaukasten:

Aufgrund der eingeschränkten Funktionen und der Schwierigkeiten beim Export der eigenen Inhalte, eignen sich Website-Baukästen vor allem für kleinere Webseiten.

Für ein Firmenportrait oder eine Restaurantwebsite sind diese Angebote perfekt. Man muss sich nicht um die Technik kümmern, da dies komplett vom Anbieter übernommen wird. So kann man sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Wenn das Kerngeschäft jedoch die Webseite selbst ist, dann sind die Angebote der Website-Baukästen eher zu eingeschränkt und man sollte auf klassisches Webhosting und eine Bloggingsoftware setzen.

Klassisches Webhosting und Blog-Software

Die Alternative zum Homepage-Baukasten ist eine Bloggingsoftware oder ein CMS (Content Management System). In den meisten Fällen kommt hier WordPress zum Einsatz. Mittlerweile werden rund 40% aller Webseiten im Internet mit WordPress betrieben. Bei Webseiten die ein Content-Management-System verwenden (dazu zählen auch die Baukästen) sind es sogar über 60% (Quelle: w3techs.com).

Das dies so ist, hat natürlich seinen Grund. WordPress ist äußerst flexibel und trotzdem relativ einfach zu bedienen und einzusetzen. Vom kleinen Blog, bis zum umfangreichen Onlineshop lässt sich fast alles jedes Projekt mit WordPress umsetzen. Außerdem ist die Software kostenlos. Auch bei projektnotizen.de wird mit WordPress betrieben.

Alternativen zu WordPress sind beispielsweise Joomla oder Drupal.

Um eine Webseite mit einer solchen Software erstellen zu können, wird ein Webhoster benötigt. Der Hoster betreibt die Server die die Webseite ausliefern, die Datenbank, in der deine Blogbeiträge gespeichert werden und kümmert sich um deren Administration.

Bekannte große Webhoster in Deutschland sind beispielsweise Strato, 1&1 IONOS, Host Europe, Hetzner oder All-Inkl.com.

Das bedeutet, der Webhoster kümmert sich um den sicheren Serverbetrieb und stellt dir sogenannten Webspace zur Verfügung. Speicherplatz, in welchen du deine eigene Blog-Software hochladen kannst, die dann über das Internet erreichbar ist. Nur um diese Software musst du dich selber kümmern. Aber keine Angst. Du musst nicht programmieren können, um einen WordPress-Blog zu betreiben. Die komplette Bedienung erfolgt über ein Webinterface im Browser.

Trotzdem solltest du hier regelmäßig nachsehen, ob es Updates für das System oder für eventuell installierte Erweiterungen gibt und diese einspielen. Teilweise ist dies auch automatisch möglich. Da bei Updates jedoch auch etwas schief gehen kann, bevorzuge ich das manuelle Einspielen von Updates.

Im Gegensatz zum Homepage-Baukasten, wo der Anbieter sich um alles kümmert, musst du dich beim klassischen Webhosting selber um die von dir eingesetzte Software kümmern.

Dafür sind deinen Plänen keine Grenzen gesetzt. Gerade für WordPress gibt es tausende Plugins, mit welchen du den Funktionsumfang deiner Webseite einfach erweitern kannst. Ebenso sieht es bei sogenannten Themes aus, die das Aussehen der Webseite bestimmen. Auch hier gibt es hunderte, Angebote. Sogar die Auswahl an kostenlosen Themes und Plugins ist riesig.

Auch der Umzug zu einem anderen Anbieter ist kein Problem. Du kannst problemlos deinen kompletten Blog herunterladen und bei einem anderen Hoster wieder hochladen. Auf diese Weise kannst du auch regelmäßig eigene Backups deines Blogs anfertigen. Wenn es Probleme mit deinem Hoster gibt, dann kannst du problemlos zu einem anderen Hoster umziehen.

Vorteile Webhosting und Bloggingsoftware

  • Keine Einschränkung des Funktionsumfangs durch den Anbieter.
  • Beliebige Projekte möglich. Blog, Webseite, Onlineshop…

Nachteile Webhosting und Bloggingsoftware

  • Man muss sich selbst um die eingesetzte Software kümmern (Updates).
  • Die vielen Möglichkeiten können für einfache Projekte auch verwirrend sein.

Fazit Webhosting und eigene Blog-Software

Für alle Projekte mit umfangreichen Inhalten ist dies die ideale Lösung. Um die technische Seite kümmert sich der Hoster. Von Serverbetrieb und Wartung muss man als Webseitenbetreiber-/in keine Ahnung haben. Lediglich um die Software die man selbst einsetzt, muss man sich kümmern.

Ein Lock-in-Effekt existiert nicht. Das komplette Projekt kann jederzeit zu einem anderen Anbieter umgezogen werden. Auch der Umzug auf einen eigenen Server ist möglich, wenn das Projekt richtig erfolgreich wird und die Ressourcen von normalem Webspace nicht mehr ausreichen.

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Wenn du ein umfangreiches Projekt mit vielen eigenen Inhalten planst, wirst du mit einem Baukasten früher oder später an Grenzen stoßen. Daher ist es besser, sich für solche Projekte einen zuverlässigen Webhoster zu suchen und eine Blogsoftware wie WordPress zu installieren.

Die Kombination aus professionellem Webhoster und eigener Software ist meiner Meinung nach der optimale Kompromiss aus Einfachheit und Flexibilität.

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