Über das Thema passives Einkommen stolpert man zwangsläufig, wenn man sich im Internet bewegt. Das Thema beschäftigt das Netz, seit es existiert.

Auch ich habe mich mit dem Thema passives Einkommen beschäftigt und tue das noch immer. Und ich habe mir selbst einige passive Einkommensströme geschaffen.

Wie realistisch die Erwartungen an diese Einkommensart sind und wie meine persönlichen Erfahrungen sind, erfährst du in diesem Beitrag.

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Eines kann ich jedoch schon zu Beginn dieses Artikels sagen.

  • Wenn du schnell Geld verdienen willst: Geh arbeiten.
  • Wenn du nachhaltig ein stetiges nebenberufliches Einkommen generieren willst, und bereit bist, Zeit und Energie zu investieren, dann beschäftige dich mit passivem Einkommen. Es lohnt sich.

Passives Einkommen vs. aktives Einkommen

Was ist passives Einkommen? Bei passivem Einkommen hängt der Einkommensstrom nicht direkt mit dem Ausführen einer Tätigkeit zusammen. Das bedeutet, auch wenn du aufhörst zu arbeiten, wirst du weiterhin Geld einnehmen.

Der Gegensatz dazu ist das aktive Einkommen das, was für die meisten von uns der Normalfall ist. Hier bekommt man Geld als Gegenleistung für das Ausführen einer Arbeit. Egal ob du angestellt oder selbständig tätig bist, sobald du aufhörst zu arbeiten verdienst du auch kein Geld mehr. Im Angestelltenverhältnis hängt dein Einkommen davon ab, dass du regelmäßig z.B. 8 Stunden pro Tag an deinem Schreibtisch sitzt. Als Freelancer musst du ständig neue Aufträge annehmen und abarbeiten, um Geld zu erhalten.

Da klingt das passive Einkommen doch nach der deutlich besseren Alternative, oder? Fast zu schön, um wahr zu sein?!?

Tja, was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist meistens auch nicht wahr.

Im Internet versprechen dir viele, durch passives Einkommen mit wenig Aufwand einfach Geld zu verdienen. Meistens gepaart mit dem Versprechen der „finanziellen Freiheit“ und der Möglichkeit, in Zukunft völlig unabhängig zu leben. Sie lügen alle!

Wenn auch nur eine dieser Personen es geschafft hätte, mit wenig Aufwand auf legale Weise durch passives Einkommen reich zu werden, würden sie nicht versuchen, dir ein PDF mit ihren Tricks für 20€ zu verkaufen. Stattdessen würden sie das PDF entweder verschenken, oder ihre Tricks für sich behalten und das Leben genießen.

Passives Einkommen realistisch betrachtet

Trotzdem ist passives Einkommen keine Lüge. Die Lüge ist, dass es einfach ist und schnell geht. Denn:

Passives Einkommen bedeutet nicht, Einkommen ohne Arbeit. Passives Einkommen bedeutet nur, dass der Einkommensstrom nicht direkt mit dem Ausführen einer Tätigkeit zusammenhängt.

Es gibt nur eine einzige Art von wirklich passivem Einkommen und das sind Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden. Für Zinsen und Dividenden muss man nicht selbst arbeiten, denn diese werden von den Angestellten der Unternehmen erwirtschaftet, welche die Zinsen oder Dividenden auszahlen. Allerdings benötigt man dafür ein Vermögen, welches man investieren kann. Liegt dieses nicht vor, muss man das Vermögen zuerst durch Arbeit erwirtschaften. Passiv adieu.

Alle anderen passiven Einkommensquellen bedeuten, dass man mit seiner Arbeit in Vorleistung geht und anschließend von dem daraus entstehenden Einkommensstrom profitiert.

Beispiel: E-Book oder Videokurs

  • Zuerst investiert man Wochen oder Monate in Recherche und Produktion des Buches oder Kurses.
  • Anschließend wird das Produkt veröffentlicht und beworben.
  • Nun verkauft sich das Produkt, ohne dass zusätzliche Arbeit investiert werden muss. Es entsteht ein passiver Einkommensstrom.
  • Damit dieser Geldstrom anhält und nicht versiegt, muss das Produkt jedoch regelmäßig aktualisiert werden und man muss das Produkt weiter bewerben.
  • Allerdings stehen die Tätigkeiten nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Produkterstellung. Man ist tatsächlich relativ frei, was die Zeiteinteilung angeht und es ist kein täglicher Arbeitseinsatz mehr nötig.

Ja, es gibt Menschen, die von passivem Einkommen leben. Es gibt auch Menschen, die im Lotto gewonnen haben oder Privatier sind. Für die meisten von uns ist das nicht erreichbar.

Komplett von passivem Einkommen zu leben ist möglich, erfordert aber hohe Anfangsinvestitionen. Viel Zeit oder viel Geld. In den meisten Fällen bedeutet das, viel Zeit zu investieren, ohne einen Cent zu sehen. Und der Erfolg ist ungewiss.

Was jedoch absolut realistisch ist: Sich mit passivem Einkommen ein nebenberufliches Zusatzeinkommen zu schaffen, das auch noch Spaß macht.

Fassen wir zusammen: Für passives Einkommen muss man in Vorleistung gehen und Zeit investieren, bevor man etwas verdient. Dabei geht man auch das Risiko ein, dass man scheitert. Ist man erfolgreich, hat man tatsächlich Einnahmen, ohne weitere Zeit zu investieren. Damit der Einkommensstrom anhält, muss jedoch regelmäßig wieder (wenn auch deutlich weniger) Zeit investiert werden.

Vorteile und Nachteile von passivem Einkommen

Nachdem geklärt ist, was passives Einkommen ist und vor allem, was es nicht ist, können wir die Vor- und Nachteile betrachten.

Denn ein passives Einkommen bietet gegenüber einem aktiven Einkommen eine Reihe von Vorteilen. Wie bei fast allem im Leben haben diese Vorteile einen Preis.

Vorteile und Chancen von passivem Einkommen

  • Zusätzliche Einnahmen.
  • Idealer Nebenjob, da relativ freie Zeiteinteilung.
  • Vermögensaufbau, wenn als Nebenjob betrieben, bei finanzieller Disziplin, da Lebenshaltungskosten bereits durch Hauptjob gedeckt.
  • Freie Zeiteinteilung.
  • Möglichkeit, mit dem Hobby Geld zu verdienen.
  • Mehrere Einkommensströme reduzieren das finanzielle Risiko.

Nachteile von passivem Einkommen

  • Geldströme sind schlecht planbar.
  • Großer Zeitaufwand in der Anfangsphase.
  • Erfolg ist ungewiss.
  • Hohe Selbstdisziplin erforderlich. Passives Einkommen ist kein Selbstläufer.
  • Zeitlich nicht immer mit dem Hauptberuf vereinbar.
  • Bürokratischer Aufwand. In der Regel eine Gewerbeanmeldung notwendig.
  • Zusätzliche Kosten durch Steuerberater, Buchhaltungssoftware, eigener Zeiteinsatz etc.
  • Hohe Kosten, wenn ausschließlich auf passives Einkommen gesetzt wird. Krankenversicherung, Altersvorsorge, Sparquote etc. muss komplett durch das passive Einkommen finanziert werden.

Meine Erfahrungen mit passivem Einkommen

Auch ich habe mir mehrere passive Einkommensströme im Nebenjob aufgebaut. Diese erwirtschaften mir pro Jahr einige zusätzliche Monatsgehälter.

Der Preis dafür ist jedoch jahrelange Vorarbeit, in denen es keine, oder nur geringe Einnahmen gab. Für mich kein Problem, da ich die passiven Einkommensströme aus einem Hobby heraus aufgebaut habe.

In erster Linie betreibe ich mehrere Webseiten zu Themen, die mich selbst interessieren. Beispielsweise diese Website mit dem Text, den du gerade liest.

Passiv sind die Einnahmen daher, weil ich dann Zeit investieren kann, wenn ich Zeit und Lust habe. Die Einnahmen entstehen aber durch die Aufrufe der Webseiten. Und die laufen weiter, auch wenn ich keine Arbeit in das Projekt investiere.

Einnahmen generiere ich beispielsweise durch den Verkauf von E-Books, Werbeeinnahmen mit Google Adsense und Affiliate-Links. Allerdings sind Einnahmen mit Adsense durch Cookie-Banner und Werbeblocker schwieriger geworden. Trotzdem kann man hier, je nach Thema der Website, mit etwa 50 Cent bis 1 Euro pro 100 Besucher rechnen.

Auch die Einnahmen aus Affiliate-Programmen schwanken stark. Insbesondere Amazon hat im letzten Jahr mehrmals Änderungen vorgenommen, die dazu geführt haben, dass meine Einnahmen drastisch eingebrochen sind und teilweise nur noch bei 10% des Vormonats lagen.

Einen Großteil meiner Einnahmen kommt durch die VG Wort. Eine viel zu oft unterschätzte Einnahmequelle für Webseitenbetreiber. Allein durch die Ausschüttung der VG Wort erhalte ich gut zwei zusätzliche Monatsgehälter.

Für das Jahr 2021 wurden von der VG Wort 45€ pro gemeldetem Beitrag ausgeschüttet, der den Mindestzugriff von 1500 Aufrufen im Jahr erreicht wurde (der Beitrag schwankt und lag auch schon bei 30€).

Das bedeutet, wenn dieser Beitrag von rund 4 Menschen am Tag gelesen wird, erhalte ich dafür 30-45€. Klingt nicht viel, summiert sich aber, wenn man viele Beiträge hat und rechtfertigt bei kurzen Artikeln schon den Zeitaufwand für das Schreiben. Und man erhält den Betrag auch in Zukunft in jedem Jahr, in dem die Mindestzugriffe erreicht werden.

Das Ganze ist jedoch nur möglich, wenn man Webseiten hat, bei denen sich über die Jahre eine Vielzahl an Beiträgen angesammelt hat, die auch gerne gelesen werden. Das bedeutet, auch für diese Einnahmen bin ich zeitlich in Vorleistung gegangen, ohne dafür Einnahmen zu sehen.

Als persönliches Fazit kann ich sagen: Meine passiven Einnahmen sind für mich der perfekte Nebenjob. Ich erziele Einnahmen mit einer Tätigkeit, der ich auch als Hobby nachgehen würde. Die Einnahmen motivieren jedoch dazu, regelmäßig am Ball zu bleiben.
Allerdings schwanken die Einnahmen stark und die Abhängigkeit von Anbietern wie Google und Amazon ist groß. Ich bin daher froh, nicht mein komplettes Leben über diese Einkommen finanzieren zu müssen.

Passives Einkommen für den Vermögensaufbau

Die wenigsten von uns haben die Möglichkeit, so viel Zeit in Projekte zu stecken, dass die daraus entstehenden Einkommensströme die kompletten Lebenshaltungskosten decken können.

Doch durch die zeitliche Flexibilität ist passives Einkommen der perfekte Nebenjob. Insbesondere dann, wenn man Spaß an der Tätigkeit hat.

Da die Lebenshaltungskosten bereits durch den Hauptjob gedeckt sind, können die passiven Einnahmen wunderbar für den Vermögensaufbau verwendet werden.

  • Bau dir mehrere passive Einkommensströme mit einem Projekt auf, das du liebst.
  • Da du Spaß an der Tätigkeit hast, und der Hauptjob den Lebensunterhalt finanziert, entsteht kein Druck schnell und viel Geld verdienen zu müssen.
  • Bleib mit Disziplin an der Sache. Passives Einkommen ist kein Sprint. Sei nicht enttäuscht, wenn sich das erste halbe Jahr in Sachen Einnahmen überhaupt nichts tut.
  • Investiere deine Einnahmen, beispielsweise in einen ETF, oder lasse die Einnahmen unangetastet auf dem Geschäftskonto.
  • Über die Jahre kann sich eine stattliche Summe ansammeln.
  • Durch das Ansparen der Einnahmen ist der Erfolg des Projekt sicht- und messbar. Das motiviert sehr viel mehr zum Dranbleiben, als wenn man seine Einnahmen verkonsumiert.
  • Da man mit dem passiven Einkommen regelmäßig Vermögen aufbaut, muss man auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn der (aus dem Hauptjob finanzierte) Urlaub etwas teurer wird.

10 realistische Optionen für dein passives Einkommen als Nebenjob

Passives Einkommen ist nichts, mit dem man schnell und ohne Aufwand viel Geld verdient. Egal, was andere sagen.

Allerdings ist es ein perfektes Nebeneinkommen. Durch die passiven Einkommensströme kann man sich aus seinem Hobby einen Nebenjob aufbauen. Man benötigt Geduld und Disziplin, kann aber bei freier Zeiteinteilung durchaus nennenswerte Einnahmen erzielen.

Mit folgenden Methoden kannst du dir mit deinem Hobby nebenberuflich ein passives Einkommen aufbauen.

Bei allen genannten Themen ist das A&O zeitlose Produkte zu erstellen, die (mit entsprechenden Aktualisierungen) auch in mehreren Jahren noch interessant sind. #Vanlife ist ein Trendthema, Camping ein Dauerbrenner.

Das Tolle am Internet ist: Es gibt immer Leute, die die gleichen Interessen haben, wie du. Egal wie ausgefallen deine Hobbys sind. Und diese Menschen willst du ansprechen.

E-Book

Wir alle haben Hobbys und Interessen und kennen uns mit diesen Themen mehr oder weniger gut aus. Warum also nicht ein E-Book schreiben und diese Kenntnisse weitergeben?

Dabei gilt: Du musst nicht der ultimative Experte oder die ultimative Expertin in deinem Thema sein. Du musst dich nur besser auskennen, als deine Zielgruppe. Richte dich dementsprechend gezielt an Einsteiger, Fortgeschrittene oder Profis.

Ein E-Book lässt sich ideal mit den anderen Methoden kombinieren, da du in Kursen, Coachings, Blogbeiträgen oder Instagram-Posts auf dein Buch verweisen kannst.

Das E-Book kannst du dann beispielsweise über Digistore24 verkaufen, über Amazon KDP auf Amazon verkaufen, oder über Tolino Media bei anderen Buchhändlern wie Hugendubel oder Thalia einstellen.

Videokurse

Auch mit Onlinekursen kannst du dein Wissen weitergeben. Der Produktionsaufwand ist deutlich höher als bei einem E-Book, dafür kannst du in der Regel auch höhere Preise verlangen.

Auch einen Videokurs kannst du zu fast jedem Thema erstellen. Egal ob Gärtnern auf dem Balkon oder Investments.

Videokurse kannst du beispielsweise bei Udemy oder Skillshare einstellen oder über Dienste wie Elopage oder Coachy verkaufen.

Coaching

Im Gegensatz zum Videokurs, der nur konsumiert wird, geht das Coaching weiter. Dieses wird nicht nur mit dem Ziel gekauft etwas zu lernen, sondern um ein konkretes Ziel zu erreichen.

Coaching und Videokurse hängen eng zusammen. Denn damit deine Coaching-Einnahmen passiv sind, kannst du natürlich kein 1:1 Live Coaching anbieten.

Stattdessen kannst du auf eine Kombination von Medien setzen. Beispielsweise Webinare, Videokurse, Arbeitsbücher etc.

Komplett passiv wird dein Coaching nicht ablaufen können. Du wirst für Fragen zur Verfügung stehen müssen. Dafür kannst du jedoch Sprechstunden einrichten oder klar kommunizieren, zu welchen Zeiten du E-Mails beantwortest.

Zum Verkaufen von Coachings eignen sich Plattformen wie Elopage oder Coachy.

Affiliate Marketing / Partnerprogramme

Beim Affiliate-Marketing bewirbst du fremde Produkte und verlinkst mit einem persönlichen Produktlink auf einen Onlineshop.

Wenn nun über deinen Link ein Produkt gekauft wird, erhältst du eine Provision.

Affiliate-Marketing eignet sich immer dann, wenn man eine Möglichkeit hat, Links unterzubringen. Beispielsweise auf der eigenen Homepage oder unter YouTube-Videos.

Für Affiliate-Marketing wird auch das deutsche Wort Partnerprogramme verwendet.

Eines der bekanntesten Partnerprogramme ist das Partnernet von Amazon. Außerdem gibt es Plattformen wie AWIN, Check24 oder das Affiliate-Programm von Digistore24, bei denen man eine Vielzahl von Anbietern und Produkten unter einem Dach findet.

Für viele Produkte und Onlineshops gibt es individuelle Partnerprogramme.

Werbung

Auch mit klassischer Werbung in Form von Bannern oder Texten lässt sich Geld verdienen. Im Gegensatz zum Affiliate-Marketing, bei dem man Verkäufe vermittelt, bekommt man bei Werbung Geld für das reine Anzeigen, oder für Klicks auf die Werbung.

Wenn man eine große und reichweitenstarke Seite hat, kann man diese über eine Agentur vermarkten lassen.

Für ein nebenberufliches passives Einkommen einer Hobby-Seite ist das Einbinden von Werbung über Google Adsense oder Ezoik jedoch realistischer. Allerdings darf diese Art der Werbung mittlerweile nur noch angezeigt werden, wenn mit einem Cookie-Banner eine Einwilligung eingeholt wurde.

VG Wort

Was die GEMA für Musik ist, ist die VG Wort für Texte. Seit vielen Jahren kann man auch online erschienene Texte bei der VG Wort melden. Wer eine eigene Webseite betreibt oder betreiben möchte, sollte diese Einnahmemöglichkeit unbedingt nutzen.

Im ersten Schritt muss ein Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abgeschlossen werden (ja, per Post und mit Unterschrift).

Anschließend wird ein Zählpixel der VG Wort in die Beiträge eingebaut. Hierfür kann man ein kostenloses WordPress-Plugin wie Prosodia VGW OS verwenden. Damit misst die VG Wort, wie oft ein Beitrag gelesen wurde.

Immer am Jahresanfang meldet man der VG Wort alle Texte, die die Bedingungen erfüllen. Insbesondere bedeutet das, dass der Text selbst geschrieben ist, mindestens 1500 Aufrufe im Jahr hatte und mindestens 1800 Zeichen lang ist.

Am Jahresende erhält man eine, anhand einer Quote errechnete Ausschüttung. In den letzten Jahren lag diese bei rund 30-45€ pro gemeldetem Text.

Klingt aufwändig, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Aufwändig ist es nur beim ersten Mal. Wenn man weiß, wie es geht, ist die Meldung schnell erledigt.

YouTube

Die meisten YouTube-Kanäle sind alles andere als passiv, denn der Algorithmus belohnt regelmäßige (am besten wöchentliche) Uploads. Und die Community erwartet regelmäßige Unterhaltung.

Trotzdem kann man mit den richtigen Videos auch mit YouTube passives Einkommen aufbauen. Dabei verdient man hauptsächlich durch Werbung, die YouTube einblendet, oder indem man Affiliate-Links in der Produktbeschreibung unterbringt.

Kooperationen sind nicht passiv, da hier eine Zahlung mit einer konkreten Leistung verknüpft ist und man in der Regel nur eine einmalige Zahlung erhält.

Unterhaltungsvideos sind schlecht für ein passives Einkommen mit YouTube geeignet. Stattdessen sollte man auf Infovideos wie Tutorials und „Erklärbär-Videos“ setzen, die über die Suchfunktion zu bestimmten Themen gefunden werden.

Im Gegensatz zu einem kostenpflichtigen Videokurs können die YouTube-Videos jedoch kostenlos geschaut werden.

Man sollte sich daher auch nicht allzu große Hoffnungen auf nennenswerte Einnahmen machen und diese Methode nur wählen, wenn man Spaß am Erstellen der Videos hat und die Einnahmen zweitrangig sind.

Stockfotos

Stockfotos sind im Voraus produzierte Bilder für bestimmte Zwecke. Diese werden für Werbezwecke erworben, um Artikel auf Webseiten oder in Zeitschriften zu illustrieren.

Auch der Markt für Stockfotos ist hart umkämpft, weshalb man eher mit zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Einnahmen pro Monat rechnen sollte.

Aber auch Kleinvieh macht Mist und wenn man ohnehin gerne fotografiert und die Bilder auf dem Computer liegen hat, warum nicht?

Wie viel man verdient, hängt natürlich von der Qualität der eigenen Bilder und dem gewählten Thema ab. Im Gegensatz zur Auftragsfotografie ist der Verkauf von Stockfotos ein Massengeschäft. Je nach Plattform erhält man 30-50% der Einnahmen oder einen Festbetrag, der häufig unter 50 Cent pro Verkauf liegt. Häufig können Kunden jedoch auch teure Lizenzen, beispielsweise besonders hohe Auflösungen für Printprodukte kaufen. Dafür werden deutlich höhere Beträge gezahlt.

Deine eigenen Stockfotos kannst du unter anderem bei Shutterstock, Adobe Stock, Alamy, oder 123RF verkaufen.

Print-on-Demand Produkte

Auch Print-on-Demand-Produkte sind eine Möglichkeit, um mit seinen Fotos, Zeichnungen, Illustrationen oder anderen Kunstwerken Geld zu verdienen. Man kann auch T-Shirts, Tragetaschen, Handtücher oder Postkarten designen und verkaufen.

Diese werden bei einer Bestellung vom Anbieter gedruckt und verkauft, sodass man mit dem Versand nichts zu tun hat und ein passives Einkommen entsteht.

Eigene Kalender kann beispielsweise über Calvendo verkaufen, für Kleidung eignet sich spreadshirt. Auch Printful kann die komplette Kette, von Produktion, Verkauf und Versand übernehmen.

Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass diese Anbieter nicht nur einen Großteil der Arbeit übernehmen, sondern dafür auch einen Großteil der Einnahmen behalten.

Damit die Produkte gekauft werden, müssen diese jedoch gefunden werden. Das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung dieser Einkommensmöglichkeit.

Wenn man eine Website hat, kann man die Produkte dort verlinken und natürlich sollte man seine Produkte auch in seinen Social-Media-Accounts erwähnen. Wenn es sich um Kleidungsstücke handelt, sollte man diese natürlich auch selbst tragen und Fotos davon posten.

Es kann sich auch lohnen, Werbung auf Facebook oder bei Instagram zu schalten, was auch schon für sehr kleine Beträge möglich ist.

Deutlich mehr verdienen lässt sich, wenn man seine Produkte beispielsweise bei Anbietern wie WirMachenDruck, erstellen lässt, anschließend bei Amazon, Etsy oder im eigenen Shopify-Shop verkauft und selbst verschickt. Aber dann ist es nicht mehr komplett passiv.

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Zinsen und Dividenden

Wie bereits oben erwähnt, sind Zinsen und Dividenden die einzigen echten passiven Einkommen. Wenn man passives Einkommen generieren möchte, sollte man diese Möglichkeiten nicht links liegen lassen. Denn es ist leider so, dass in unserem Wirtschaftssystem Geld mehr Geld erzeugt. Und das auch noch, ohne dass man dafür etwas tun muss..

Es ist daher eine sinnvolle Strategie, die Einnahmen aus den genannten semi-passiven Einkommensquellen zu investieren, damit Vermögen aufzubauen und ein echtes passives Einkommen zu erzielen.

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